Höhepunkt

Hochwasserschutz für die Insel Wangerooge

Küstenschutzprojekte können leicht zahlreiche Aktivitäten umfassen, die alle sehr spezifisches Fachwissen erfordern. Das Projekt Wangerooge ist ein Musterbeispiel dafür, wie hoch die Messlatte bei einem solchen Vorhaben angesetzt werden kann.

Boskalis Hirdes hat ein Küstenschutzprojekt für das deutsche Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt WSA Weser-Jade-Nordsee erfolgreich abgeschlossen. Mit einem Preis von 17,5 Millionen Euro wurde dieses facettenreiche Projekt auf die Verbesserung des bestehenden Küstenschutzes auf der Insel Wangerooge ausgerichtet, um den Hochwasserschutz für die Inselbewohner zu gewährleisten.
Das Projekt wurde mit dem ortsansässigen deutschen Partner Johann Bunte Bauunternehmung GmbH durchgeführt. Es begann im September 2020 und wurde im November 2021 abgeschlossen. Die Verpressarbeiten wurden an Hülskens Wasserbau weitervergeben und Mibau Deutschland GmbH war als Hauptlieferant für die Steinlieferung zuständig.

Zum Projektumfang gehörte in erster Linie der Umbau und die Erweiterung des bestehenden Landungsstegs für logistische Zwecke. Zu diesem Vorhaben gehörte die Lieferung von 90.000 Tonnen Steinen.

Die Identifizierung und Beseitigung nicht explodierter Kampfmittel (UXO) war Teil dieses Vorhabens, zusammen mit der Installation von Spundwänden, einschließlich der Verankerung mit Stahlkappenbalken. Insgesamt wurden 23.000 m³ Baggerarbeiten durchgeführt.

Zweitens baute Boskalis Hirdes eine Zufahrts-/Baustraße mit einer Länge von 1.074 Metern. Dies erforderte den Aushub und Abtransport von 9.500 m³ Boden sowie den Einbau von 21.200 m³ Filtermaterial und Steinen (einschließlich Verpressen).

Der dritte Teil des Projekts Wangerooge konzentrierte sich auf den Kern der Küstenschutzarbeiten selbst. Dies erforderte umfangreiche Baggerarbeiten und Verklappungen (21.500 m³ Boden) sowie den Abriss und die Entfernung der bestehenden Verkleidung zur späteren Wiederverwendung. Außerdem wurden Geotextilien zusammen mit 160.000 Tonnen Filtermaterial und Steinen (sowohl gekauftes als auch wiederverwertetes Material) eingebaut.

Schließlich umfasste diese dritte Phase 17.750 m² Steinverpressung und den Bau von Zufahrtsstraßen (Asphaltbeton), einschließlich Bordsteinkanten.

Gemäß der Strategie von Boskalis stellt sich das Unternehmen den Herausforderungen, die durch die aktuelle Klimakrise verursacht werden. Das Projekt auf der Insel Wangerooge hatte zum Ziel, die Folgen extremer Wetterbedingungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu bekämpfen.

Ausführungszeitraum: Oktober 2020 – November 2021

Kunden: WSA Weser-Jade-Nordsee